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Ringvorlesungen im Herbstsemester 2024

Eine Gruppe von Studierenden sitzt in einem gestuften Hörsaal. Einige hören aufmerksam zu und machen Notizen, während andere sich unterhalten. Im Vordergrund schauen eine Frau und ein junges Mädchen gemeinsam in ein Dokument.
(Foto: ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù Basel, Peter Schnetz)

Von Psychoanalyse und Literatur über das Anthropozän bis hin zu sprachlicher Vielfalt und Geschlechterforschung – im Herbstsemester laden vier Ringvorlesungen dazu ein, sich mit aktuellen wissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.

02. September 2024

Eine Gruppe von Studierenden sitzt in einem gestuften Hörsaal. Einige hören aufmerksam zu und machen Notizen, während andere sich unterhalten. Im Vordergrund schauen eine Frau und ein junges Mädchen gemeinsam in ein Dokument.
(Foto: ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù Basel, Peter Schnetz)

Das Zeitalter des Menschen

Die zweisprachige Ringvorlesung untersucht das Konzept des Anthropozäns – einer Epoche, in der menschliche Aktivitäten die natürlichen Prozesse auf der Erde dominieren. Fachleute aus verschiedenen Disziplinen diskutieren, wann dieses Zeitalter begonnen hat, welche Schlüsselfaktoren es prägen und welche politischen, praktischen und theoretischen Implikationen sich daraus ergeben. Ziel ist es, die Chancen und Herausforderungen zu verstehen, die sich aus der Definition unserer Ära als menschengemacht ergeben.

Sprachlicher Pluralismus in Osteuropa

Die politischen und poetischen Dimensionen der Mehrsprachigkeit in Europa stehen im Mittelpunkt der Ringvorlesung . Die interdisziplinäre Vortragsreihe will die vielfältigen Spannungen und Wechselbeziehungen zwischen Poetiken und Politiken sprachlicher Pluralität beleuchten – insbesondere in der Geschichte und Gegenwart osteuropäischer Regionen.

Einführung in die Gender Studies

Die Ringvorlesung bringt Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Disziplinen zusammen, die anhand ihrer eigenen Forschungen zeigen, wie queer-feministische und geschlechterkritische Perspektiven in unterschiedlichen Bereichen des wissenschaftlichen Feldes eingesetzt werden, um neue Fragehorizonte zu eröffnen und produktive Blickverschiebungen anzuregen.

Wandel des Opferbegriffs

Der Begriff «Opfer» ist heute allgegenwärtig: Er bezeichnet die Opfer von Gewalttaten, Umweltkatastrophen und Mobbing. Dagegen ist das Opfer im kultischen Kontext für westliche Gesellschaften heute ein Randphänomen, und auch die Deutung des Todes Jesu als Opfer ist uns fremd geworden. Die interdisziplinäre Ringvorlesung wird die Rede von menschlichen Opfern beleuchten – über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart des russischen Angriffskrieges.


Die Teilnahme an öffentlichen Ringvorlesungen ist kostenlos und steht allen interessierten Personen offen.

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